Digitalisierung im Tiefbau: Modernes Baustellenmanagement entlastet Stadtwerke, Kommunen und Industrie
In einer zunehmend digitalisierten Welt stehen auch Stadtwerke, Kommunen und die Industrie vor der Aufgabe, ihre internen Prozesse effizienter, transparenter und bürgernäher zu gestalten. Besonders im Bereich der Infrastrukturplanung und -instandhaltung – etwa bei Straßen- oder Leitungsbau – zeigt sich, wie wichtig eine durchdachte Digitalisierung ist. Ein digitales Baustellenmanagement bietet hier enorme Vorteile: Es ermöglicht
- eine strukturierte Projektplanung
- verbessert die Abstimmung mit internen und externen Partnern
- reduziert zugleich Kosten, Doppelarbeiten und Bürgerbeschwerden.
Dieser Beitrag zeigt, wie ein solches System funktionieren kann – praxisnah, nachvollziehbar und mit einem konkreten Anwendungsbeispiel aus der Industrie.

Warum digitales Baustellenmanagement?
Städte, Stadtwerke sowie Ver- und Entsorger haben mit wachsenden Anforderungen zu kämpfen:
- Komplexe Infrastrukturprojekte in dicht bebauten Räumen
- Emissions- und Verkehrsauflagen, etwa im Kontext klimafreundlicher Mobilität
- Zunehmende Beteiligungspflichten gegenüber Bürgern und anderen Stakeholdern
- Und: interne Koordinationsprobleme zwischen Bauämtern, Versorgern, Verkehrsbehörden und Dienstleistern
Ein digitales Baustellenmanagement schafft hier eine zentrale Plattform für die Planung, Koordination und Freigabe von Maßnahmen – inklusive aller Rollen, Anträge, Stellungnahmen und Dokumente.
Die Bausteine eines modernen Systems
- Rollenkonzept: Jeder Beteiligte – vom Anforderer über den rechtlichen Prüfer bis zur Systembetreuung – hat klare Aufgaben. Ein integriertes Eskalationsmanagement sorgt für Reaktionssicherheit.
- Projektverwaltung: Beteiligte können direkt Maßnahmen einzeichnen, Stellungnahmen abgeben, Dokumente hochladen und bleiben über Änderungen informiert.
- Whiteboard und Nachrichtensystem: Projektbezogene Kommunikation wird zentral erfasst – Schluss mit verstreuten E-Mails.
- Anfragenportal und Stellungnahmen: Kampfmittelabfrage, Umwelt- und Leitungsfreigaben, Gestattungen – alles über eine Plattform.
- Abschlussberichte auf Knopfdruck: Für Transparenz, Dokumentation und Archivierung.

Praxisbeispiel: ThyssenKrupp Steel Europe AG
Mit über 120 km Straßen, 50 km Schienen und einem verzweigten Netz aus Strom, Gas, Wasser und mehr, hat ThyssenKrupp die Relevanz eines durchgängigen Baustellenmanagements erkannt:
- Bei der Sanierung von Fernwärmeleitungen oder der Reparatur an der Kokerei Schwelgern war eine enge Koordination mit Behörden und interner Feuerwehr erforderlich.
- Durch das digitale System konnten Bauphasen besser abgestimmt, Verkehrsbehinderungen minimiert und die Versorgungssicherheit gewahrt werden.

Fazit für Entscheider
Für Entscheider in Stadtwerken und Kommunalverwaltungen ist klar: Der Bedarf an einer digitalen, integrierten Lösung zur Baustellenkoordination ist real – und dringlich. Das digitale Baustellenmanagement schafft nicht nur Transparenz über laufende und geplante Maßnahmen, sondern ermöglicht auch eine proaktive Steuerung von Ressourcen, Budgets und Bürgerkommunikation. Wer jetzt investiert, schafft die Grundlage für effizientere Prozesse, mehr Bürgerzufriedenheit und eine zukunftsfähige Infrastrukturentwicklung.
Die Digitalisierung von Baumaßnahmen ist keine Zukunftsvision – sie beginnt jetzt.
