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Presseinformationen - Archiv - 18. April 2007
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Bestandsdokumentation liefert Grundlage zur Vertriebspotentialanalyse bei der STEAG Fernwärme GmbH

Die seit vielen Jahren im Unternehmen durchgeführte umfangreiche Bestandsdatendokumentation in einem geographischen Informationssystem hat bei der STEAG Fernwärme GmbH einen mehrere Gigabyte großen Geodatenpool geschaffen.

Über die Nutzung im Rahmen der Kernaufgabe hinaus, kann dieser Datenbestand seinen Wert im Rahmen der Unterstützung weiterer betrieblicher Abläufe, wie z.B. bei der Ermittlung von Vertriebspotenzialen, erst richtig entfalten.

Die im System vorhandenen Geodaten sollen so z.B. die Akquisition zur Verdichtung entlang der Versorgungsnetze durch gezielte Ansprache potentieller Kunden unterstützen und Netzausbauentscheidungen absichern helfen. Das Ziel ist hierbei der Aufbau eines digitalen Wärmekatasters für alle Versorgungsgebiete der STEAG Fernwärme GmbH.

Gerade in Zeiten von Marktliberalisierung und dem Aufkommen neuer Wettbewerber kann der Bau längerer Versorgungsleitungen aufgrund von Einzelakquisitionen in der Regel nicht durch diese allein finanziert werden. Daher wird eine verbesserte Wirtschaftlichkeit durch den Anschluss auf dem Weg liegender Verbraucher angestrebt. Das Anschlusspotential entlang der Leitungen ist mit Hilfe des GIS jederzeit schnell und zuverlässig ermittelbar, wenn die Potentialdaten im System vorgehalten werden.

In einem ersten Schritt waren hierzu bei der STEAG Fernwärme GmbH die Informationen der im Hause vorhandenen Vertriebsdatenbank zu georeferenzieren. Zu diesem Zweck wurden die vom Landesvermessungsamt angebotenen Hauskoordinaten mit den Vertriebsdaten und den Bestandsinformationen im GIS zusammengeführt.

Im Ergebnis sind nun zusätzlich zur Bestandsdokumentation alle Gebäude über Punktsymbole visualisiert. Soweit aus der Vertriebsdatenbank bekannt, färben sich die Punktsymbole nach der jeweiligen Heizungsart ein. Im Punktsymbol selbst findet sich die Information über den Anschlusswert des jeweiligen Gebäudes. Bei Bedarf können zusätzlich noch die Eigentümer der Gebäude eingeblendet werden.

Durch die Verschneidung von beliebig definierbaren Zonen rund um die Versorgungsleitungen lassen sich nun kleinräumige - schnell zu erschließende Potentiale – auf einfache Art und Weise lokalisieren. Bei Netzausbauten lassen sich die Ausbauentscheidungen nicht nur durch den Anschlusswert vertraglich gesicherter Kunden, sondern auch durch das dadurch erschlossene Potential entlang der Leitung absichern und schaffen so eine größere Planungssicherheit.

Die Kopplung mit der zu Grunde liegenden technischen Bestandsdokumentation erlaubt im Rückschluss neben der Ermittlung des Potentials auch gleichzeitig die näherungsweise Berechnung der im Versorgungsnetz örtlich noch bereitstellbaren Leistung. Darüber hinaus sind die Entfernungen, z.B. von den Gebäuden zur geplanten Leitung, sofort ersichtlich und erlauben erste Hinweise auf die einzelnen spezifischen Anschlusskosten.

Somit lassen sich automatisiert Kundenpotentiale, optimierte Leitungsverläufe und Leistungsreserven auf der jeweiligen Versorgungsleitung identifizieren.

GIS Consult - Wir machen GIS erfolgreich!

Weitere Informationen erhalten Sie direkt von Herrn Hermes.
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