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Fernleitungsauskunft – viele Informationen über lange Leitungen!
Per Mausklick den Datenüberblick
Vorbei die Zeit, als Grundstücke, Infrastruktureinrichtungen oder Rohrleitungen noch mühsam per Zollstock und Bandmaß vom Grenzstein aus vermessen werden mussten. Karten und Pläne wurden gezeichnet, Listen und Verzeichnisse erstellt. Diese sehr aufwändige Art und Weise der Dokumentation ist ersetzt worden durch moderne Geoinformationssysteme, mit deren Hilfe alle Angaben über die Lage von Kabel, Leitung & Co. per Mausklick abrufbar sind. Der Fernleitungsbetrieb des Infracor Geschäftsgebiets Logistik hat mit der Implementierung der Fernleitungsauskunft OSIRIS heute die Möglichkeit, den gesamten Streckenverlauf der von ihm betreuten 1.500 Kilometer Rohrleitungen in NRW (und demnächst auch die 450 Kilometer im Süden Deutschlands) online zu erfassen.
"Mit OSIRIS, der neuen Oberfläche des Geoinformationssystems 'Smallworld', können alle unsere Kollegen umgehen, weil sie selbsterklärend, leicht zu bedienen und intuitiv zu bearbeiten ist", berichtet Ralf Otten, DV-Koordinator im Fernleitungsbetrieb.
Leicht handhabbare Informationen sind sehr wichtig, wenn man die Datenfülle bedenkt: Über OSIRIS sind unter anderem Daten von mehr als 25.000 Grundstücken, 130.000 Rohren und Schweißnähten, 3.000 Schilderpfählen, 1.500 Sonderbauteilen (wie Dehnungselemente), sowie Messstellen und Fremdleitungen/Kabel erfasst. "Wir können mit der neuen Geodaten-Oberfläche ganz leicht feststellen, wo genau unsere Leitungen verlegt sind. Per Mausklick können relevante Daten schnell ausfindig gemacht werden“, erläutert Otten.
Und so funktioniert´s: Alle Streckenabschnitte sind im System als Vektordaten hinterlegt und können in Luftbildern, Katasterkarten und Stadtplänen dargestellt werden. Nach Eingabe der entsprechenden Abschnitts- oder Fernleitungsnummer (zum Beispiel: FG.30 oder FG.30D) können die Logistik-Mitarbeiter der Infracor Ausschnitte aus dem großen Ganzen auswählen.
Aus verschiedenen Rubriken wie Betriebsmittel (Armatur, Schweißnaht oder Meßstelle usw.), Baustellen und Beobachtungen der Befliegung und Begehung, Katasterdaten (Gemarkung, Flur, Flurstück) können sie sich alle relevanten Daten über die Fernleitungen bzw. die sie umgebene Infrastruktur – inklusive möglicher Landschafts- und Wasserschutzgebiete – direkt an der Fernleitungstrasse vor Ort anzeigen lassen. „Wir erkennen auf einen Blick, mit welcher Schweißnaht die Rohrleitungen verbunden, mit welchem Verfahren sie wann geprüft wurden oder aus welchem Material die Decklagen sind.
Wir sehen sehr genau, wo unsere Leitungen private Grundstücke kreuzen, wissen, ob sich Strassen, Bebauung, Wald oder Bachläufe im Bereich unserer Trassen befinden“, berichtet Klaus-Peter Droste, verantwortlich für die Dokumentation und das Geoinformationssystem.
Ein weiterer Vorteil der Anwendung ist, dass auch sämtliche Prüfprotokolle hinter den einzelnen Leitungsabschnitten abgelegt werden können. „So haben die Eigentümer der Fernleitungen, für die Infracor Logistik die Betriebsführung ausübt, wie zum Beispiel BASF, Air Liquid, ARG oder Westgas, die Möglichkeit, jederzeit die Leitungsabschnitte online auf die termingerechte Einhaltung der Wartungs- und Instandhaltungsintervalle zu überprüfen“, fährt Droste fort.
Die Experten des Fernleitungsbetriebs erhalten pro Jahr rund 6.000 Anfragen aufgrund von geplanten Baumaßnahmen Dritter. Wenn beispielsweise Aldi über einer Fernleitung einen neuen Parkplatz bauen oder Herr Müller in seinem Garten einen Swimmingpool ausheben möchte, sind die Bauherren gesetzlich verpflichtet, sich über die im Baustellenbereich eventuell befindlichen erdverlegten Infrastrukturen im Vorfeld zu informieren und gegebenenfalls die erforderlichen Genehmigungen und Sicherheitsauflagen einzuholen. „Das funktioniert heute wesentlich unkomplizierter als früher, da keine Aktenordner mehr gewälzt und großformatige Pläne zu Rate gezogen bzw. kopiert werden müssen. Auch für die Meister unseres Betriebs sowie die Streckengänger wird die Arbeit vor Ort im wahrsten Wortsinn leichter.
Ausgerüstet mit einem so genannten Tough-Book, einem kleinen portablen Tablett-PC, sind sie vor Ort wesentlich unabhängiger, müssen nicht mehr die Last des Papiers mit sich herumtragen“, betont Ralf Otten die Vorteile von OSIRIS. Das Tough-Book ist ausgestattet mit einer UMTS-Funktion, so dass die Kollegen jederzeit über das gesicherte Extranet der Infracor Verbindung zum Fernleitungsserver aufnehmen und die benötigten Daten abrufen können. Und nicht nur das: Eine eingebaute GPS-Navigation führt die Logistik-Experten über OSIRIS bei Bedarf direkt zum gewünschten Zielpunkt.
Weiterhin erhöht sich die Flexibilität des Fernleitungsbetriebes der Infracor Gas- und Flüssigkeitslogistik: „Bislang haben wir Drittfirmen mit Vermessungsleistungen beauftragen müssen. Mit OSIRIS können wir einen Teil dieser Arbeiten mit eigenem entsprechend geschultem Personal erledigen. Die Erfassung von Fremdleitungskreuzungen beispielsweise oder die Aufnahme des Leitungsverlaufs bei Baumaßnahmen im Trassenbereich werden von unseren Kollegen jetzt zügig selbst ins System aufgenommen“, so Ralf Otten, der sich darüber freut, dass die Dokumentation heute nicht nur genauer und Platz sparender erfolgt, sondern dazu auch noch sehr zeitnah, da die Daten von einem auf den anderen Tag aktualisiert werden.
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Weitere Informationen erhalten Sie im Internet auf der Seite www.infracor.de , oder direkt von Herrn Hauling.

Pressemitteilung  |
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