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Bürgerbeteiligung im Rahmen von eGovernment
Von "eGovernment" spricht man vereinfacht gesagt, wenn Öffentliche Verwaltungen elektronische Medien wie das Internet für ihre Kontakte mit Menschen oder Organisationen nutzen. Konkret geht es darum, über das Medium Informationen anzubieten und auszutauschen, Verwaltungsvorgänge abzuwickeln oder demokratische Entscheidungen vorzubereiten und zu treffen. Nach dem Ende 2006 bereits 60% der Deutschen einen Internetzugang hatten und dieser Wert bis Ende 2010 auf knapp 70% steigen soll (Quelle: BITKOM) wird die Bürgerbeteiligung im Rahmen von eGovernment weiter zunehmen.
Während anfangs statische Inhalte, wie Stadt-Portale oder die Online-Bereitstellung von Formularen im Vordergrund standen, rücken inzwischen weitere Facetten von eGovernment in den Fokus, wie z.B. interaktive Dienste, bei denen der Bürger Aktivitäten, wie z.B. die Reservierung von Wunschkennzeichen, direkt vom heimischen PC aus durchführen kann. Während in der einschlägigen Branche der Satz „80% aller Informationen haben einen Raumbezug“ längst schon zum „alten Eisen“ gehört, ist die Bedeutung des „Wo?“ im Wesentlichen erst mit dem Boom von Google Earth in das Bewusstsein vieler Bürger gelangt.
Bereits heute stehen jedoch ebenfalls eine Vielzahl von Diensten mit Raumbezug im Internet zur Verfügung. So kann ein Bau-Interessierter über www.boris.nrw.de sich einfach und unkompliziert über die durchschnittlichen Grundstückskosten am geplanten Ort informieren. Über den Dienst "TIM-online" des Landes Nordrhein-Westfalen www.tim-online.nrw.de können Geobasisdaten der Vermessungs- und Katasterverwaltung ebenso abgerufen werden, wie unter baustellen.strassen.nrw.de aktuellste Baustelleninformationen im Rahmen des Internetangebotes des Landesbetriebes strassen.NRW.
Neben der reinen Anzeige von Daten entwickeln sich nunmehr auch diese raumbezogenen Dienste in Richtung eines echten Dialogs mit dem Bürger und vereinfachen damit Verwaltungsvorgänge erheblich. Ein Beispiel hierfür ist die Internetbasierte Meldung von Straßenschäden. Musste man bisher zum Telefon greifen, wenn die heimatliche Straße mangels frühzeitiger Sanierung zum „Schlaglochsuchgerät“ geworden war, und wurde man dann von Pontius zu Pilatus weitervermittelt, bis sich, wenn überhaupt, jemand Zuständiger fand, kommt der Bürger heute mit wenigen Klicks im Internet zum Ziel!
Anhand der Eingabe entsprechender Lokalisierungsdaten in einem städtischen Portal, wie z.B. Straße und Hausnummer, wird dem Bürger hierfür eine interaktive Karte zur Verfügung gestellt, in der z.B. Straßen- oder auch Baumschäden direkt eingetragen werden können. Versehen mit einer entsprechenden Bemerkung bekommt der zuständige Sachbearbeiter in der Verwaltung unmittelbar eine Benachrichtigung, z.B. per eMail, mit direktem Hinweis zur Schadensstelle. Dieser kann sofort weitere Aktionen einleiten und zugleich diese Maßnahmen mit geplanten und benachbarten Aufbrucharbeiten koordinieren. Alle beteiligten Stellen haben online-Zugriff auf alle relevanten Daten und sind jederzeit einheitlich informiert. Der Bürger bekommt unverzüglich elektronische Rückmeldungen über den Bearbeitungsstand seiner Meldung und ist daher jederzeit in das Verfahren eingebunden.
Die innovativen raumbezogenen Software-Lösungen der GIS Consult, nicht nur zur Bürgerbeteiligung im Rahmen von eGovernment, werden auf der KOMCOM NRW auf dem Stand E 23 präsentiert.
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Pressemitteilung  |
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